Letzter Tag mit Überraschungen

Am 3.7. stieß noch ein letztes Mal eine Mitfahrerin zu uns, meine Mitbewohnerin Corinna, die mit Felix vor 5 Jahren ebenfalls einige Zeit lang unterwegs gewesen war – allerdings mit einem richtigen Planwagen, aber z.T, auf den gleichen Strecken und den gleichen Stationen wie ich in diesem Jahr. An manchen Orten war Felix also schon bekannt…

Zunächst wurden wir noch reiterlich begleitet und kamen schnell voran, trotzdem wir auch relativ kleine Waldwege gefahren sind. Das ist ja immer mit einem gewissen Risiko behaftet, da sie einfach enden können oder durch herumliegende Bäume unpassierbar werden können. Doch zunächst hatten wir ja einen Scout…

Später mussten wir wegen eines umgestürzten Baumes allerdings doch wenden, was gar nicht so einfach war.

Nachdem wir schon gute 4 Stunden gefahren waren – sonst mache ich eher nach 2-3 Stunden Pause, aber Felix war erstaunlich gut dabei -, suchten wir uns bei Ahlum einen Pausenplatz. Dabei krachte eines der Vorderräder in ein Loch, welches aus einem eingewachsenen, hochkant gestellten Kanalring bestand.Vorwärts ging es zumal bergauf nicht heraus.

Während Felix Pause machen durfte, versuchten wir mittels Wagenheber und drunter geschobener Steine das Rad zumindest etwas aus dem Loch zu heben. Allerdings war die Kutsche wohl zu schwer für den Wagenheber. Wir bauten in dem begrenzten Durchmesser des Kanalring eine Art Rampe für das Rad aus Steinen und spannten Felix mit der Rückekette hinten an die Kutsche. Beim Anziehen platzte das Rad. 10km vor dem Ziel.

Das hatte immerhin den Vorteil, dass wir wussten, wen wir anrufen konnten und so wurden wir mitsamt sämtlichem Gepäck und Kassine und dem Vorderrad abgeholt, während Felix eine Nacht auf der Tierheimweide verbringen durfte.

Am nächsten Tag wurde ich dann mitsamt neuem Reifen wieder nach Ahlum gefahren. Das Montieren des Rads ging schnell und so leer war auch die Kutsche leicht zu handhaben.

So konnten wir die letzten Kilometer zumindest gewichtsmäßig sehr unbeschwert zurücklegen. Auf der Hälfte der Strecke wurden wir von einer derartigen Bremsenfront überfallen, dass ich fast mehr Fliegenspray verbrauchte als auf der ganzen Tour und am Ende Felix auch noch doppelt in Fliegennetze eingewickelt war.

Immerhin regnete es nicht…

Am 4. Juli kam ich – wie auch so angesagt – in Poppau an. Wahrscheinlich musste uns deswegen die Reifenpanne ereilen, da wir es sonst einen Tag zu früh geschafft hätten. Wer weiß…

Ende gut, alles gut. Aber halt, nein, es geht doch noch weiter: In den nächsten Tagen werde ich darüber berichten.