Unwetter überlebt

Am nächsten Tag waren wir –  Felix, ich und meine Tagesbegleitung Sophie – quasi schon auf der Zielgeraden nach Celle. Von Wietzendorf ging es einen sehr schönen Weg (juchu, endlich mal ein nicht geteerter Weg – die gibt es in Niedersachsen nicht allzu oft) durch das Große Moor, vorbei an Kein Amerika.

Leider mussten wir nach dem Moor wieder auf eine Kreisstraße, welche – mal wieder – an einem Militärgelände vorbeiführte. Hinter uns begannen die Wolken sich aufzutürmen und wir fragten uns, ob das Donnern vom Himmel oder von den Panzern käme.

Landkreisschild von Celle neben Warnschild Militärgelände

Direkt daneben Einfahrt zum Militärgelände. Da ein offizieller Radweg hier durch führte, haben wir den im Hintergrund sichtbaren Sandplatz als Gewitterpausenplatz genutzt (trotz diese Warnschildes – wobei mir Wölfe weniger Angst machen als die Ansammlung militärischer Übungsplätze und das wofür sie genutzt werden: Das Töten zu üben)

Zunächst sah es so aus als würden die Wolken vorbei ziehen und wir ersparten uns das Abdecken der Kutsche während des Mittagspicknicks.

Irgendwann ballten sich die Wolken zu interessanten Gebilden zusammen, die quasi auf uns zurollten.

 

Ein ähnliches Bild war am folgenden Tag in der Celleschen Zeitung zu sehen mit dem Titel “Unwetter über dem Norden”. Tatsächlich richtete dieses Unwetter großen Schaden an und umstürzende Bäume haben Menschen getötet.

Direkt nach diesem Foto befestigten wir in Windeseile die Plane auf der Kutsche, was bei dem starken Wind nicht so einfach war. Sie wehte immer wieder weg und wir mussten uns regelrecht daran hängen. Dann ging der Regen los! Während wir uns neben der Kutsche unter der Plane versteckten, was mit Proviant und Decken noch recht gemütlich war, ließ sich Felix völlig entspannt duschen – endlich keine Mücken und Bremsen!

Nach dem Gewitter.